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Daniel
Angermayr, Matthias Lautner, Rainer Prohaska,
Johanes Zechner
Küss die Hand - Vier Wiener Positionen
Fotografie und Zeichnungen, Malerei, Skulpturen
Vernissage, Mittwoch 04. Juni 2008, ab 19.00 Uhr
Ausstellung, 05. Juni - 24. Juni 2008
Finissage, Mittwoch, 25. Juni 2008
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| Die vier in Wien
lebenden Künstler Daniel Angermayr, Matthias Lautner, Rainer Prohaska
und Johanes Zechner zeigen ab dem 4. Juni 2008 vier unterschiedliche Positionen
in der Galerie Oel-Früh und nehmen dabei alle Etagen als auch den
Außenbereich der Galerie ein. Die gezeigten Arbeiten umfassen Fotoarbeiten,
Malerei, Zeichnungen und Skulpturen, von denen einige direkt vor Ort in
Hamburg erarbeitet werden.
Daniel Angermayr (* 1974)
Wie es sich anfühlt unterwegs zu sein, der Geruch des Asphalts
nach einem Regenguss; Staub, Tage ohne Wolken, der Horizont auf den
man zufährt und der immer weiter ins Unendliche rückt, je
näher man kommt. Das Verlangen seine Wurzeln aufzuspüren,
um bei sich selbst anzukommen. Daniel Angermayrs Fotografien erzählen
vom Eindringen in eine unbekannte Weite, die er aufspürt. Seine
Kamera fängt diese Weite ein, die, je mehr er in sich selbst zu
suchen scheint, offensichtlicher wird und die Farben und Konturen von
Landschaften annimmt oder von Gesichtern ihm wichtiger und eng verbundener
Menschen. Was Angermayr vorantreibt ist die Faszination des Versteckten,
des Unscheinbaren, des Unperfekten. Die Störung, die Unschärfe,
der Kratzer. Der Beweis von Leben im Bild. Sie sind die stummen Zeugen
eines Prozesses, der sich in seinen Bildern zeigt, wenn man nicht nur
hinsieht, sondern beobachtet.
Matthias Lautner (* 1981)
Tiere, Menschen und Texte sind die bevorzugten Motive des Malers Matthias
Lautner. Diese Bildmotive kommen meistens unabhängig voneinander
vor: es gibt Serien von Tierbildern, portraitartige Menschenbilder aber
auch Bilder, in denen Tiermotive mit Texten und Figurendarstellungen
mit Satzfragmenten kombiniert werden. Für alle Bilder gilt, dass
sie Schauplätze zahlreicher kompositorischer, technischer und thematischer
Spannungen sind, etwa die Altmeisterlichkeit der Darstellung der meist
jugendlichen Personen, die fast völlige Abwesenheit einer Außenwelt
und die Präsenz eines rein malerischen Raumes, in dem die Figuren
situiert werden, die Detailgenauigkeit der Figurenzeichnung und die
mitunter eruptive Gestik des malerischen Aktes, der große Flächen
der Bilder dominiert.
Rainer Prohaska (* 1966)
Unter dem Begriff "Toy-Kit Architectures" fertigt der Künstler
Rainer Prohaska temporäre Skulpturen. Diese Skulpturen, die auch
als modulare architektonische Eingriffe zu bezeichnen sind, werden aus
vorgefertigten und bereits existierenden Teilen gebaut. Im Laufe der
Zeit entwickelt sich daraus ein Baukasten, der sich Schritt für
Schritt erweitert, um aus universal verwendbaren Grundelementen und
Verbindungsteilen immer wieder andere Konstruktionen schaffen zu können.
In seiner Arbeit spielt "Gestalten als ästhetischer und linearer
Prozess", der performative Akt des Bauens der "Toy-Kit Architectures"
eine wichtige Rolle. Nach der Präsentation bzw. der Ausstellung
verschwinden die "Toy-Kit Architectures" vollständig.
Die Einzelteile stehen später als Basis für andere Arbeiten
zur Verfügung. Die einzigen verbleibenden Spuren dieser Objekte
sind analoge Fotos und Skizzen als Dokumentation.
Für die Ausstellung in der Galerie Oel-Früh wird der Baukasten
in Hamburg erweitert. Aus dessen Elementen werden drei Skulpturen gefertigt
und ausgestellt, dabei sind zwei Werke für die Ausstellungsräume
und eines für den Außenbereich der Galerie vorgesehen.
Johanes Zechner (* 1953)
Der bildende Künstler Johanes Zechner schuf ab den frühen
90er Jahren einen Teil seines Oeuvres als sogenannte „Kofferarbeiten“.
Das sind auf Projektreisen in Europe, Afrika und den USA entstandene
kleinformatige Malereien, die in einem Koffer, oder ähnlichen körperbezogenen
Container passen, darin aufbewahrt und im Ausstellungsfalle ausgepackt
werden. Bei diesen Arbeiten geht es nicht nur um das tagebuchartige
rasche, malerische Festhalten von Erlebnissen, sondern auch um die Beziehung
der Tafeln (Inhalt) zu ihrem Container (bergende Form). Johanes Zechner
der in den Jahren 2005 bis 2007 in Hamburg lebte und an seiner großen
Hamburg-Trilogie in der Gaußstraße gearbeitet hat, kehrt
im Frühjahr 2008 für einen kurzen Aufenthalt in die „Container-Stadt“
Hamburg zurück, um einen „Hamburg-Koffer“ für
die Ausstellung in der Galerie Oel-Früh zu erarbeiten. |